Schülertexte Modul 3
Wie sich doch die Welt verändert hat!
Besart
Hallo, ich bin Besart und 55 Jahre alt.
Ich habe zwei sehr nette Enkel und werde mit den beiden einen Tag durch Lechhausen gehen und ihnen zeigen, was ich gemacht habe, als ich jung war.
Jetzt beginnt meine Geschichte:
Ich sagte zu ihnen: „Schaut mal, Kinder, hier an dieser Schule war ich früher, das ist die Schiller-Schule.“
Sie fragten: „Warst du schlau, Opa?“
„Schlau schon, aber sehr faul. Damals drehte sich bei mir alles um Mädels und Cool-Sein, das war nicht so wie heute.“
Wir gingen weiter und ich zeigte ihnen zwei weitere Orte aus meiner Jugendzeit.
„Hier habe ich immer meinen Döner gegessen. Und hier war früher der Penny-Markt und jetzt steht hier eine Fabrik.“
Sie wunderten sich: „Wieso ist hier jetzt eine Fabrik, Opa?“
„Weil die Menschen mit der Zeit immer dümmer wurden und nicht auf die Umwelt achteten.“
Schließlich gingen wir zurück zu meinem Haus.
Mittlerweile war ich der drittreichste Mann auf der Welt dank einer Erfindung von mir: Der Alles-Könner beamt die Leute, wohin sie wollen, und macht alles für sie. Dank meiner Erfindung wurde die Menschheit nur leider immer fauler.
Ich habe ein ganzes Zimmer mit den neusten Sachen, wie z. B. ein Handy, das es nur einmal auf der Welt gibt. Das Handy ist das i Blue von der Marke Birne, also meine Marke. Das Handy kann alles: dich zu einem Ort beamen, es bestellt das Essen, auf das man Lust hat und liefert es dir in 5 min auf deinen Tisch.
Später gingen wir in die Stadt und ich sagte zu ihnen: „Damals fuhr man mit der Straßenbahn Linie 1 in die Stadt.“
Heutzutage nennt man es Beam-Bahn, weil man sich zu der Station hinbeamen kann, man geht zu der Station in der Nähe, da ist eine Kabine, gibt die jeweilige Stationen-Nummer ein und drückt auf Start. Innerhalb von ein paar Sekunden ist man bei der Station.
Am Abend gingen wir noch mal raus und ich zeigte ihnen mein Auto - es kann auch fliegen.
Ich sagte: „Lasst uns mal auf den Mond fliegen! Von dort aus zeige ich euch die Erde und erkläre euch, wie sie früher war.“
Sie waren einverstanden, wir flogen zum Mond und ich zeigte ihnen die Erde von oben.
Ich sagte: „Die Erde sah früher ganz anders aus.“
Dann sagte ich einen Moment lang nichts, weil ich erschrocken war, wie die Erde sich verändert hatte.
„Opa, wieso sagst du nichts mehr?“
„Tut mir leid, ich war gerade in Gedanken an meine Jugendzeit, denn unsere Erde sah damals ganz anders aus.“
Jetzt gab es Afrika gar nicht mehr, der Kontinent war einfach weg - wie vom Erdboden verschluckt. Australien klebte an Asien und Amerika an Europa.
Die Kinder fragten mich: „Opa, wieso ist das denn passiert?“
„Die Menschen haben nicht auf die Umwelt geachtet und einen Treibhauseffekt erzeugt. Damit wurde die Welt immer wärmer. Die Eisberge schmolzen und überfluteten viele Städte und Länder - einfach weg waren sie.“
Die Kinder sagten: „Schon traurig, dass die Menschen zu so etwas im Stande sind - die Welt zu verändern und gar nicht drauf zu achten.“
Irgendwann am Abend gingen wir nach Hause. Ich gab ihnen die leckerste Pizza, die es je gab. Sie haben sie gegessen und sind wieder nachhause gegangen. Ich legte mich hin und habe nur gedacht: Wie sich doch die Welt verändert hat!
Besart
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Die Linie 1 schwebt
Daniela
Ich weiß noch nicht so genau, was ich machen werde, wenn ich 53 Jahre alt bin. Ich hab mir so darüber noch keinen Kopf gemacht. Mann, da bin ich ja eine alte Nudel ... Beunruhigend, das zu wissen.
Ich sehe mich am 1.12.50 an meinem Lieblingsort in Lechhausen: am Lechufer. Auf einer Kiesbank, die mir ganz alleine gehört (in diesem Moment), und wo die Sonnenstrahlen durch die kahlen Baumkronen scheinen. Der Schnee (sofern es 2050 noch Schnee gibt) legt sich über die Unebenheiten der Kiesbank. Ich habe meine Stiefel an und bin mit einem einfachen Wollschal mit Handschuhen unterwegs.
Ich werde mich nicht an diesen neumodischen Cyber-Kram gewöhnen oder an etwas Ähnliches. Ja, alle tragen jetzt diese Ultraleicht Cyber Schuhe aus Aluminium. Diese Mode geht von denen aus, deren Köpfe in eine Substanz eingelegt wurden, damit sie weiterleben. Karl Lagerfeld lebt demnach immer noch!!! Er war auch derjenige, der diese Schuhe (mittlerweile auch alle Klamotten) aus Aluminium herstellte. Ich halte mich noch an die alten Traditionen, wie Wollschal und Wollmütze und auch an Schuhe aus Leder und Stoff.
Seit der Lech auch nicht mehr das ist, was er mal war, musste man sich an vieles wieder gewöhnen. Der Kopf von Barack Obama ist auch eingelegt worden, er ist also immer noch Präsident. Das ist meiner Meinung nach gut. Die Kiesbank ist größer als vor 39 Jahren. Das hat der Klimawandel mit sich gebracht.
Kommen wir zu meinem Leben. Es ist ganz bescheiden. Ich lebe in der alten, wirklich sehr alten Villa an der Kloster-Straße. Gleich neben dem Jakober Tor. Ich fahre jeden Tag an den Lech. Und jetzt kommt’s: Ich habe zwei Kinder (zwei Töchter). Beide wohnen nicht mehr bei mir, aber sie kommen mich zweimal wöchentlich besuchen. Meine Töchter heißen Florays und Mercedes. Doch in unserem Haus verliert man sich schnell. Ich lebe kein Cyber Leben, sondern ein kulturvolles und einfaches Leben. In einer Villa. Ich liebe mein Leben so, wie es ist. Einfach und schön.
Ich habe nach dem ZISCH-Programm von meiner damaligen 8. Klasse das Zeitung-Lesen beibehalten. Aber im Internet. Ich blättere im heutigen Journal. Es steht darin, dass wieder ein Bundesland der USA verkauft wurde. Kentucky hat es dieses Mal erwischt. Ha! Selber schuld, wenn sie alle Häuser brauchen, es nicht mehr zahlen können und dann pleite gehen.
Ich blättere weiter (mittlerweile bin ich zuhause). Auf der berühmten dritten Seite steht, wie der Weltklima-Gipfel wieder einberufen wurde. Ich dachte, mich trifft der Schlag. In rund 50 Millionen Jahren explodiert die Sonne! Tja, dann werden sich die Köpfe aber schön wundern.
Ich setze mich auf meinen alten Ledersessel. Ich halte mich an den Lehnen fest und drehe mich. Ja, ich bin immer noch ein Kind im Herzen. Als ich mit dem Zeitungslesen fertig bin, gehe ich in meine alte und schöne Bauernküche und denke nach über das, was ich gelesen habe. Apple ist ranghöher als der Präsident (!!!) und hat zu 90% das Sagen (!!!). Und ja, sie haben den Kopf vom Steve Jobs eingelegt und wiederbelebt. Meiner Meinung nach schwachsinnig.
Ich mache mir einen Tee in einer Teekanne. Doch plötzlich klingelt es an der Tür. Ich eile hin. Meine Socken lassen mich übers Parkett gleiten. Ich schaue durch meinen Türspion und sehe Sandra. Sie besucht mich sehr oft, mindestens zwei Mal pro Woche. Ich mache auf. Sie begrüßt mich herzlich. Wir sehen uns zwar oft, aber es ist immer ein Highlight!
Als unser Tee fertig ist, setzen wir uns in meinen Wintergarten. Meine Katze kommt angerannt und fängt einen kleinen Ball.
Sandra ist Konditorin geworden. Sie ist hochgewachsen und braunhaarig. Ihre Körperstatur ist die gleiche wie vor 50 Jahren: dünn, aber nicht knochig. Ich mag sie sehr, denn sie ist seit 43 Jahren mit mir befreundet.
Es klingelt schon wieder an der Tür. Natürlich rutsche ich wieder über das Parkett. Aber dann warte ich. Jetzt klingelt es zweimal schnell hintereinander und ich kann sicher sein, dass es Lucia ist.
Lucia lernte ich auch vor 43 Jahren kennen. Sie ist eine tolle Freundin. Nett und ehrlich. Ich umarme sie. Hinter mir steht auch schon Sandra. Die beiden umarmen sich auch. Über Lucias Lippen kommt ein kleines und feines „Hallo!“.
Wir gehen in die Küche und ich frage: „Magst du einen Tee?“
„Ja - einen schwarzen mit extra viel Zucker und etwas Milch!“
„Also wie immer?“
Wir lachen.
So läuft einer unserer normalen Nachmittage ab.
Am nächsten Morgen stehe ich auf. Es ist wieder einer dieser Och-Nö-Aufstehen-Tage. Ich hasse diese Tage. Meine Pantoffeln schleifen mich durch den Flur. Ich habe keine Angst, weil es noch dunkel ist, aber unwohl ist mir schon! Ich habe ein großes Haus. Das ist ein Haus, in dem man sich schnell verlieren kann. Meine Tochter hat sich in diesem Haus schon oft verlaufen, als sie noch klein war.
Mein Tag beginnt wie jeden Tag: Kaffee machen, Frühstück machen und die Katze füttern. Ganz normal. Nach dem Frühstück mache ich noch ein paar Hausarbeiten. Heutzutage haben viele Leute dafür Roboter, ich auch (will ja nicht altmodisch wirken). Ich schalte das E-Bot an. Ich tippe die zu machenden Arbeiten ein: Staub wischen, Boden und Fenster putzen. Dann lasse ich ihn los, los auf alle Staubmilben und deren Freunde.
Danach gehe ich in mein Arbeitszimmer und schalte meinen PC an. Natürlich ist er schon in weniger als zwei Sekunden voll hochgefahren. Ich klicke eine Textdatei an und schreibe los.
Nach einer Stunde Arbeit ist mein Werk auch schon fertig. Ich mache mich auf die Socken, um meine Tochter zu besuchen. Ich muss mit der Straßenbahn fahren. Sie ist ganz anders als vor 39 Jahren. Sie ist umweltschonender und (wer hätte es gedacht) aus Aluminium. Ich finde sie sehr schön. Sie ist auch sehr leise. Mittlerweile gibt es aber keine Schienen mehr. Sondern sie "schwebt" über dem Boden. Bei jeder Haltestelle geht sie wieder runter, um Leute entweder ein- oder aussteigen zu lassen. Es gibt mittlerweile nur noch eine Straßenbahn-Linie und das ist die Nr.1.
Ich denke, ich kann meine Bahn nicht mehr erwischen, doch ich erreichte sie noch locker. Sie hat wohl eine kleine Verspätung. Die Bahn besteht aus drei Waggons, die aber nicht direkt miteinander verbunden sind, sondern hintereinanderher schweben. Ich steige in den ein, der am wenigsten befüllt ist. Ein langer Waggon. Wir fahren los. Sie hebt ab und wird immer schneller. Ich steige zwar beim Jakobertor ein, aber es geht nicht - wie vor 39 Jahren - Richtung Rathausplatz, sondern Richtung City-Galerie. Ich fahre eine Viertelstunde lang. Es geht schnell, deswegen bin ich schon in Göggingen beim Curt-Frenzel-Stadion. Ich steige dort aus, um meine Tochter zu besuchen. Mercedes muss heute meine Anwesenheit aushalten. Sie freut es. Nach meinem Besuch fahre ich wieder mit der Linie 1 nachhause.
Ich hoffe, ich werde eines Tages wirklich sagen können, dass ich in einer alten Villa wohne, zwei Kinder habe und Autorin geworden bi
Daniela
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Das schnellste Transportmittel auf der ganzen Welt
Georg
Im Jahre 2050 bin ich 51 Jahre alt. Es ist alles sehr automatisiert und vor allem schnell. Am schnellsten ist die Linie 1 - mit Überschallgeschwindigkeit ist sie das schnellste Transportmittel auf der ganzen Welt. Sie düst mit über 990000000000000 km/h durch Augsburg.
Aber von innen merkt man es gar nicht, dass die Linie 1 so schnell ist, es kribbelt nur ein wenig.
Georg
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Mein Abenteuer in die Zukunft
Ibo
Im Jahr 2050 bin ich 53 Jahre alt und arbeite als KFZ-Mechatroniker. Ich habe einen Jungen und ein Mädchen und eine wundervolle Frau. Mein Sohn und meine Tochter haben zwei wunderschöne Kinder bekommen, beide sind Jungen.
Felix, einer meiner Enkel, möchte heute unbedingt mit mir in die Schokoladen-Fabrik gehen.
Mein Enkel und ich fahren mit dem schwebenden Auto in die Schokoladen-Fabrik. Früher gab es keine schwebenden Autos, sie schwebten früher nicht, sie funktionierten mit Benzin. Aber heute gibt es schwebende die Autos und sie funktionieren mit Batterien.
Wir sind angekommen. Der liebe Willy Wonka macht uns die Tür auf. Wir stellen uns vor und gehen rein. Willy bringt uns zum Schokoladen-Wasserfall, mein Enkel Felix ist sehr glücklich hier.
Dann sehen wir uns alles Mögliche an, zum Beispiel eine Schrumpf-Vergrößerungs-Maschine und eine riesige Kaugummi-Maschine. Felix flüstert in mein Ohr: „Opa, ich finde es toll hier, ich glaub, ich bin im Himmel.“
Ich flüstere in sein Ohr: „Genieß es, mein Enkel.“
Und die Besichtigung geht weiter. Wir treffen Umpalumpas, die sind sehr klein, es gibt Tausende von ihnen und sie fangen an zu singen.
Unsere Besichtigung ist fast zu Ende und Felix ist sehr glücklich. Wir gehen zu unserer letzten Station. Das ist ein Tunnel, der innen voller Milch ist. Dort wird Schokolade reingeschüttet und alles mit eine Maschine gerührt. Dann wird es weiter transportiert zu den Schokoladen-Form-Maschinen. Die formen es viereckig, dann verpacken sie die Schokoladen.
Bevor wir wieder nach Hause gehen, sagt Felix zu Willy Wonka: „Danke, Willy, das war heute mein bester Tag.“ Und er umarmt Willy.
Willy sagt: „Nichts zu danken, Felix, ich freue mich, dass es heute dein bester Tag war.
Am Abend erzählt Felix seinen Eltern, was er heute alles so erlebt hat.
Augsburgs Zukunft
Jonas
Wir schreiben das Jahr 2050. Es ist soeben Sommer geworden. Na ja, in der Zukunft ist Augsburg auch im Sommer noch bewohnbar, zum Glück! Andere Städte und Länder sind jetzt nur noch Kilometer weite Einöden ohne jegliches Wasser.
Ich bin 53 Jahre, habe zwei Söhne, eine Tochter und meine Frau. Ich wohne in einem kleinen Haus in Augsburg oder eher in dem, was davon noch übrig ist. Der größte Teil von Augsburg besteht nur noch aus Ruinen, die Bevölkerung hat sich in die großen Städte zurückgezogen, da es in kleinen Städten zu heiß wurde. Ich geh trotzdem gern an meinen Lieblingsorten spazieren, z. B. am Lech, wo es teilweise noch Grün gibt und keine Wüste ist. Dort bin ich immer noch am liebsten.
Da nur noch 506 Menschen in Augsburg leben, ist es recht ruhig. Das Einzige, das man immer hört, ist der Wind, der durch die Ruinen streift, da, wo kein Mensch mehr leben möchte. Zum Glück leben noch Menschen im Zentrum von Augsburg, hier ist noch vieles in Ordnung. Es gibt noch viele Geschäfte, die es im Jahre 2023 gab, zum Beispiel ein Restaurant und einen Bäcker.
Jeden Tag treffen sich alle Menschen, die hier leben, im Goldenen Saal im Rathaus und besprechen, wie wir Augsburg wieder aufbauen. Berufe oder Arbeit gibt es nicht mehr, zumindest nicht mehr in Augsburg. In den großen Städten gibt es noch Arbeit, aber hier in Augsburg nicht mehr: Ohne Geld, ohne Besitz wollen wir, dass Augsburg wieder blüht und dass mehr Menschen wiederkommen.
Da wir kein Geld haben, tauschen wir alles, was wir brauchen. Zum Beispiel gebe ich jemandem Brot, der gibt mir Fisch. Alles, was wir finden, können wir verwenden oder tauschen.
Manchmal stürzen Gebäude einfach ein. Ich habe Angst, dass meiner Familie etwas passieren kann. Darum habe ich sie nach München gebracht. Ich werde sie wieder holen, wenn Augsburg sicherer ist und es wieder mehr Wasser gibt.
Es wohnen vier Menschen mit mir in einem Haus. Wir haben eine recht klägliche Einrichtung, halt nur das Nötigste, da wir ja immer nur aufbauen und errichten. Es ist anstrengend, aber es ist für die Zukunft.
Dort, wo früher unsere Schule war, gibt es nichts mehr. Straßenbahn gibt es nicht mehr, nur noch kleine Gefährte. Diese nennen wir Sandrover, weil man damit schnell und einfach durch die Wüste fahren kann.
Das, was uns am meisten Probleme macht, sind die Sandstürme. Da es so viel Sand gibt, wird Augsburg immer mehr von dem Sand überschüttet. Aber wir buddeln Augsburg immer wieder aus.
Tja, diese Zukunft ist nicht rosig, aber in unserer späteren Zukunft wird Augsburg wieder blühen.
Jonas
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Zukunft 2050
Kristina
Ich bin Kristina, 54 Jahre alt. Habe einen Mann und zwei Kinder. Meine Kinder sind schon ausgezogen und haben eigene Kinder.
Ich arbeite als Steuerberaterin und möchte unbedingt noch viel reisen und erleben. Meine Enkel sind jetzt 14 und fragen mich, wie es früher war, als ich 14 war.
Ich erzähle ihnen, dass die Jugendlichen im Sommer viel am Lech waren, gegrillt haben und geschwommen sind. Aber es gab auch andere Treffpunkte zum Beispiel Juze, das Jugendhaus. Oft waren wir auch im Burger King in der Stadt, am Bahnhof oder im Pow Wow.
Unsere Schule war auch ziemlich anders. Es gab zwei PC-Räume und viele Bücher, die wir herumschleppen mussten. Ihr habt es viel einfacher mit euren ipad's, da ist alles schon drauf. Wir hatten für jedes Fach andere Hefte, Bücher und Räume. Die Schule war groß und langweilig, nicht modern außer den neuen PCs im Computerraum, aber die waren auch nicht auf dem neuesten Stand.
Wir hatten nur eine Pause, die 25 min dauerte. Einmal im Monat gab es bei uns die „Gesunde Pause“, da haben Eltern Brote geschmiert und Obst und Gemüse geschnitten. Wir hatten keinen Raum zum Essen. Wir hatten keinen Kinoraum, sondern einen Fernseher auf Rädern, die in den kleinen Gruppenräumen standen. Je nach Bedarf musste man die Fernseher hin und her schieben.
Kristina
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Im Jahr 2050 ...
Lucia
Wie immer sitze ich bei einer Tasse Tee und ein paar Plätzchen vor dem Fernseher und schau meine Sendung an. Ich warte auf den Nachbarjungen, der jeden Tag vorbeikommt, weil seine Eltern um diese Zeit arbeiten. Ja, ich bin der Babysitter, aber Jack ist ein sehr netter Junge. Er ist vor einigen Wochen 13 geworden und ich war zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen. Jeden Tag spielen wir im Haus Brettspiele oder gehen draußen spazieren.
Da höre ich ihn rufen. Er wartet immer draußen, bis ich ihn hereinbitte, einfach aus Höflichkeit. Ich gehe ihm entgegen und sage: „Lass die Schuhe an, wir gehen gleich raus.“
Immer wenn wir draußen sind, gehen wir an meine Lieblings-Orte, heute zum Beispiel an den Lech. Dort kann man wirklich schön spazieren gehen.
„Sagen Sie mal“, fragt Jack plötzlich, „wie war Ihre Kindheit hier?“
Ich versuche, mich zu erinnern, und erzähle: „Ich war sehr kindisch für mein Alter. 14 war ich damals. Ich ging gerne alleine im Regen spazieren, telefonierte oder - wenn schönes Wetter war - kletterte ich. Ich habe nur Mangas gelesen und nichts anderes, außer Schulbüchern natürlich.
Ich mochte den Winter und früher sah hier einiges anders aus. Die Bäume waren im Sommer viel grüner, die Leute waren nicht ganz so nett, wir lebten noch nicht in so modernen Häusern, sondern in normalen Häusern oder Hochhäusern, die Luft war etwas besser und wir hatten noch nicht solche Sachen wie du bei dir im Zimmer. Die Winter waren kalt und die Sommer heiß, aber das war eigentlich nicht so schlimm.
Meine Geschwister haben mich genervt und glaube mir, ich wäre bei jeder Gelegenheit weggegangen. Du kannst froh sein, dass du ein Einzelkind bist und nur einen Hund hast. Auch die Technik war noch nicht so weit wie jetzt. Einige Dinge, die es jetzt gibt, hat man gerade erst getestet. Ja, es hat sich viel verändert.“
„Aha ... ich wusste gar nicht, dass sich so viel geändert hat.“
„Tja, wie schnell die Zeit vergeht. ... Aber du, Jack, bist noch jung und ich bin mir sicher, dass so lange du lebst, sich nichts ändern wird.“
„Hmm ... wenn Sie meinen ... aber etwas möchte ich heute mal sehen.“
„Was denn?“
„Ihre Schule!“
„Oh. Okay. Komm mit, ich zeig sie dir.“
Mit einem neugierigen Blick läuft Jack mir nach. Er führt sich auf, als würde er etwas ganz Neues sehen.
„Da vorne ist sie.“
„Wow. Die sieht ganz anders aus als meine Schule! Älter und voller Äste, Ranken und Blätter.“
„Ja. Wie gesagt, es hat sich viel verändert ...“
„Nur Sie nicht.“
„Huh?“
„Ach nichts. Passt schon.“
Sein breites Grinsen im Gesicht solltet ihr sehen. Er sieht damit richtig frech aus, als hätte er etwas vor.
Ich sehe auf die Uhr und merke, dass wir wieder nach Hause müssen. Wir gehen zu ihm nach Hause und schauen, ob schon jemand da ist. Wie immer ist seine Tante da, die dafür sorgen soll, dass er seine Hausaufgaben macht.
„Da seid ihr ja endlich“, sagt sie mit einem netten Lächeln im Gesicht. Jack geht ins Haus, seine Tante schließt die Tür und ich gehe in mein Haus.
Mein Haus ist nicht zu klein und auch nicht zu groß. Es hat einen Garten und eine Terrasse, auf der ich im Sommer frühstücke. Meine Küche ist nicht gerade mit dem neuesten Technikzeug ausgestattet, aber um so besser! Mit diesem neumodischen Zeug kenne ich mich gar nicht mehr so richtig aus.
Auch das Fernsehen ist anders geworden: Man setzt sich einen Helm auf und ist sofort in der Serie drin. Da kann man nicht mehr sagen: „Ich geh jetzt bei einer schönen Tasse Tee und ein paar Keksen fernsehen.“ Nein, das kann man nicht mehr sagen! Der Tee MUSS auf dem Tisch stehen bleiben und die Kekse ... da solltet ihr lieber noch ein, zwei essen, bevor ihr den Helm aufsetzt.
Das Schlafzimmer ist auch nicht mehr das, was es mal war. Das Licht wird zu einer bestimmten Zeit in der ganzen Stadt abgeschaltet, die Leute, die überall das Licht ausmachen, nennen das „Sleep-Time!“.
Die Betten sind in der Wand und wenn man schlafen will, muss man zuerst einen Knopf drücken, damit das Bett aus der Wand kommt. Lesen kann man ohne Licht auch nicht mehr. Das ist wohl der Grund, warum die meisten Leute Taschenlampen im Haus haben. Laufende Taschenlampen! Richtig nervig, die Dinger! Da finde ich die Roboter, die alles sauber machen, nicht ganz so nervig. Warum? Weil die Taschenlampen einem immer nachlaufen und die Putzroboter nicht.
Jedenfalls gehe ich jetzt nach Hause, um zu schlafen. Das mache ich immer nach Spaziergängen und die nervige Taschenlampe will bestimmt wieder aufgeladen werden. Wenn sie nicht immer ihr Licht an- und ausmachen würde, wäre sie gar nicht so schnell „hungrig“! Aber auf mich muss man ja nicht hören ...
Ich schließe die Haustür auf und da ist sie schon, die Taschenlampe.
„Na du! Du hast bestimmt 'Hunger', oder?“
Die Taschenlampe nickt und läuft mit mir in die Küche. Ja, okay, ich muss zugeben - es ist süß, wie sie läuft. Aber manchmal ist es richtig nervig, dieses Gefühl zu haben, verfolgt zu werden.
Ich gebe ihr neue Batterien, logisch, sie ist schließlich ein Roboter. Und ich esse jetzt auch was und geh dann fernsehen ...
Langsam wird es spät. Ich glaube, ich gehe ins Bett. Die Lichter gehen gleich aus und ich bin todmüde. Meinen Alltag kennt ihr jetzt ja. Wer weiß, wann sich wieder etwas ändert? Bestimmt nicht, solange ich noch da bin ...
Lucia
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Mann, wird das ne geile Zukunft!
Manuela
Ich weiß noch nicht, was ich mit 53 Jahren tun werde. Aber ich weiß, dass meine Kinder immer hinter mir stehen werden, was auch immer passieren würde! Ich werde bestimmt auch Oma sein von meiner Tochter oder meinem Sohn. Und wenn die Enkel älter sind, werde ich ihnen meine Geschichte über Lechhausen erzählen.
Ich hoffe, dass sich nicht so viel ändern wird, und dass ich mich noch an vieles erinnern werde - man weiß ja, wie vergesslich alte Leute sind. Und sie sind sehr, sehr langsam, manche deshalb, weil sie sehr krank sind. So ein Leben wünsche ich mir nicht.
Auf jeden Fall werde ich den Enkeln meine Lieblingsstelle zeigen, die am Lech ist. Dorthin gehe ich jetzt und werde ich hingehen, wann auch immer es mir schlecht geht oder wenn ich nachdenken will und ein bisschen Ruhe haben möchte.
In Lechhausen wird sich bestimmt viel ändern. Elektronik wird an die Macht kommen. Bestimmt werden sich die Chinesen Roboter ausdenken, die uns Menschen ersetzen. Und wir werden alle Programmchips im Kopf haben, damit man uns orten kann, wo wir sind und was wir gerade machen.
Ich würde mich nicht wundern, wenn man überhaupt nicht mehr krank wird. Und dass für alles ein Medikament entwickelt wird, und dann sind wir am Ende unsterblich - so wie Vampire!
Meine Enkel oder Enkelinnen werden bestimmt denken: „Alter, wie haben die denn gelebt! Wir haben es viel, viel besser." Und es wird sie nicht interessieren, wie wir früher gelebt haben! Aber der Grund ist nur, dass sie nicht anders leben können und es einfach nicht wissen - da kann man nichts dagegen tun.
Auf jeden Fall werde ich zum Rathaus fahren, aber nicht mit einer ganz normalen Straßenbahn, sondern mit einer fliegenden XDEMA - so heißen die neuen fliegenden Straßenbahnen. Es wird kein Warten geben, man muss nur auf einen Knopf drücken und genau an diese Stelle die Kabinen herzaubern.
Man wird kein Geld mehr haben, wir werden alles mit unserer Zeit bezahlen, indem wir in eine elektronische Handkasse unsere Zeituhr legen.
Und wir werden ein ganzen Tag herumfahren können und es würde auch nicht sehr viel kosten - nur drei Tage von deiner eigenen Zeit. Was noch besser ist: Man wird nicht laufen müssen, denn ganz Augsburg ist eine sich bewegende Strecke. Gewinnen können wir Zeit nur damit, dass wir anderen Leuten helfen oder einfach arbeiten gehen. Man wird nie älter als 210 Jahre werden und man verändert sich auch nicht mehr - wir werden immer so ausschauen wie mit 25.
MANN, WIRD DAS NE GEILE ZUKUNFT!
Manuela
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Meine Zukunfts-Geschichte
Mathias
Hallo, Ich bin der Mathias Mutlu, bin 53 Jahre alt und wohne in Augsburg Lechhausen.
Ich habe drei Kinder, zwei Mädchen und einen Jungen. Jolie ist 21 Jahre alt, Talia ist 18 Jahre alt und Jason ist 14 Jahre alt.
Meine Frau ist 51 Jahre alt und heißt Elisabeth.
Ich bin Koch seit 25 Jahren. Dieser Beruf gefällt mir sehr. Das war schon immer mein Traumberuf.
Ich lebe in einem Haus, einem sehr schönen Haus. Das Haus hat 15 Zimmer, fünf Garagen und einen wunderschönen großen Garten.
Ich fahre einen Audi A7 Sportback. Es ist ein Elektroauto, seit dem Jahr 2018 gibt es keine Motorautos mehr. Es fährt sich sehr gut.
Meine Tochter Jolie hat einen Freund, sie wollen in diesem Jahr noch heiraten.
Meine andere Tochter Talia macht eine Ausbildung als Bankkauffrau. Die Banken sind nicht mehr wie früher, heute gibt es Roboter, die dir behilflich sind, wenn du Hilfe brauchst.
Jason geht noch in die Schule, er ist in der 9. Klasse und will danach eine Ausbildung als Ingenieur machen. Er hat schon immer von diesem Job geträumt.
Ich erzähle meinen Kindern immer Geschichten darüber, was ich früher gemacht habe, wo ich als Jugendlicher oft war.
Neulich ging ich mit meinem Sohn Jason durch Lechhausen. Plötzlich sahen wir ein Schiffsauto, das auf uns zukam. Dieses Schiffsauto gibt es seit 2038. Früher hieß so was „Straßenbahn“. Das Schiffsauto sieht nicht grün aus wie die alten Straßenbahnen, sondern neongrün. Es leuchtet im Dunkeln. Schiffsautos sind sehr cool, 70 Meter lang und einfach nur geil! Sie transportieren Menschen und sehen aus wie Schiffe, haben 50 Autoräder und fahren 120 km/h schnell.
Im Juze war ich oft, als ich ein Jugendlicher war. Leider gibt es das Juze nicht mehr.
Die Schiller-Schule gibt es noch, sie wurde erneuert. Mein Sohn Jason geht in diese Schule.
Wenn ich mit meiner Familie essen gehen würde, würde ich immer zum Kentucky Fried Chicken fahren, aber das gibt es leider nicht.
Mit meinen Kindern spaziere ich immer dorthin, wo ich früher abgehangen bin. Ich zeige ihnen alles und sie sind sehr begeistert. Sie glauben nicht, dass ich da abgehangen bin.
Früher war das Leben hier in Augsburg schön, aber durch die neue Technologie und die anderen vielen Sachen ist das Leben jetzt ganz anders.
Ich bin sehr glücklich, so eine tolle Familie zu haben.
Das ist mein Leben mit meinen 53 Jahren.
Mathias
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Die Zukunft des 20. Jahrhunderts
Dennis und Mathias
Ich bin 52 Jahre alt, arbeite als Berufskraftfahrer. Ich habe auch eine Familie, zwei Kinder und einen Enkel.
Ich gehe in die Garage und putze mein fliegendes Auto.
Es ist ein grauer Audi mit roter Motorhaube und einem Düsenantrieb.
Ich gehe wieder in meine Villa zurück.
Es gibt nicht mehr viel Farbe hier, das meiste ist aus Silber oder Metall.
Ich habe das Neuste, was es zur Zeit auf dem Markt gibt.
Ich habe vor kurzem erst den neusten Staubsauger gekauft. Du kannst ihm sagen, wo er saugen soll und wo er hin soll, wenn er fertig ist.
Es gibt gar keine normalen Bücher mehr, sondern nur noch elektronische Bücher.
Meine Villa hat einen Pool. Mein Hund ist verrückt nach Wasser und will die ganze Zeit schwimmen.
Ich habe im Jahre 2032 eine Spedition aufgemacht und sie läuft immer noch wirklich gut.
Die Kinder haben am Tag nur noch zehn Minuten Schule. Sie bekommen einen Helm, mit dem ihnen die Sachen in den Kopf übertragen werden. Das Studieren dauert auch nicht mehr so lange, denn es gibt den Helm.
Also, mir hat das alte Leben im Jahre 2011 besser gefallen.
Dennis/Matthias
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Meine Zukunft
Melvin
2050 bin ich 52 Jahre alt und habe einen Sohn. Wir wohnen in Washington.
Ich wohnte damals in Augsburg im Stadtteil Lechhausen, ich ging zur Schiller-Schule mit meinen Kumpels, wir chillten immer beim Burger King. Aber jetzt gibt es so was wie Burger King nicht mehr. Ich kann mich noch erinnern: Es stand dick und fett in der Augsburger Allgemeinen, dass wir in der Schule ein Projekt, das „Zisch“ hieß, hatten. Das war ganz in Ordnung, aber ich schweife ab.
Die Schlagzeile hieß: "Der King ist weg" - Burger King hat nämlich Konkurs angemeldet wegen des boomendes Geschäft der tragbaren Burger Drinks. Ich find, des is alles ein Krampf, aber wurscht.
Ich will mit meinem Sohn nach Lechhausen. Wir fliegen nach München, danach fahren wir mit der Schwebebahn nach Augsburg und dann rein in die Einser. Mann, die hat sich verändert! Sie schwebt jetzt auch durch Magneten, irgendwie ist das ein wenig mysteriös. Sie hat die Form eines U-Bootes, und gibt gar keinen Ton von sich - sehr cool und umweltschonend, weil sie durch ein Müllverbrennungssystem angetrieben wird, wobei der Qualm, der dann nach außen tritt, zu Sauerstoff umgewandelt wird.
Es gibt so gut wie keine Autos mehr. Jetzt gibt es Skooter mit einer Geschwindigkeit von 130 Sachen, die gehen ab.
Und es gibt viele E-Bikes - und das Coole daran ist, dass sie sich automatisch an die Höchstgeschwindigkeit anpassen.
Wir sind angekommen. Das war mal die Schiller-Schule. Jetzt ist sie eine japanische Wollfabrik. Schade drum.
Melvin
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Meine Zukunft im Jahr 2050
Niko
Hallo, ich bin 52 geworden. In den letzten Jahrzehnten hat sich viel verändert.
Ich hab einen Hund, zwei Kinder und eine Frau. Vor 40 Jahren gab es Autos mit Rädern, jetzt gibt es fliegende Autos und die Supermärkte sind mit Roboterpersonal ausgestattet.
Es ist toll, wie viel wir in den letzten Jahren geschafft haben! Zum Beispiel ist die Linie 1 eine Telepathie-Maschine geworden. Man kann in sie reingehen und sagen, wohin man will.
Mein Haus am See ist kein einfaches Haus, sondern eine Villa mit einem Motor. Sie heißt „Villa Kunterbunt“.
Mein Auto ist ein BMW Hurrican RR M6 G-Power in der fünften Generation mit 7000 PS.
Der Perlachturm ist noch immer ein Turm, aber mit einem Aufzug, der sprachgesteuert ist .
Ach ja - Justin Bieber ist vor einigen Tagen gestorben.
2050 - Alles ist anders
Sandra
Ich stellte gerade das letzte Buch ins Regal, während ich nachdachte. 53. 53! Ich bin 53 - wie konnte das so schnell gehen? Gerade war man noch 13 und die einzigen in der Familie, die 55 bis 65 sind, waren Oma und Opa. Und dann ist man das selbst.
Eigentlich sollte ich mich ja gar nicht beschweren. Ich habe eine wunderbare Familie: Mann – Kinder - Enkelkinder.
Ich zog mir meinen Mantel an und verließ einen der letzten noch nicht so ganz modernen Buchläden. Dort arbeitete ich. Im Gegensatz zu früher gab es hier viel mehr Technik.
Ich lief über den Rathausplatz und dachte gerade darüber nach, wie anders alles doch war, als mir meine Tochter und mein Sohn über den Weg liefen. Die steuerten natürlich gleich auf mich zu und sagten: „Hi, bist du etwa schon fertig bei der Arbeit?“
Ich nickte und fragte, was sie hier machten.
„Wir wollten gerade zu dir in den Laden, aber da du schon hier bist, ersparen wir uns einen Teil des Weges. Wir wollten dir sagen, dass wir dich heute mit der Familie besuchen. Denn wir wollen alle gerne den neuen Film über das Leben im Jahre 2012 anschauen.“
Wie so oft freute ich mich darüber, dass Autumn zu einer so hübschen jungen Frau herangewachsen war und mein ein Jahr älterer Sohn zu einem gut aussehenden jungen Mann. Wir verabredeten uns für 6:00 Uhr und verabschiedeten uns voneinander.
Ich ging zur Schwebebahn, stieg ein und gab auf dem Touchscreen-Monitor meine Adresse ein.
Als ich wenig später die Tür zu meinem Haus öffnete, begrüßte es mich freundlich: „Guten Tag!“
In der Diele legte ich meine Tasche ab und sagte: „Einmal Hackbraten mit Kartoffelpüree und Bratensoße bitte!“
Ich freute mich richtig auf mein Mittagessen.
Als ich gerade anfangen wollte zu essen, klingelte es an der Tür und KAD173 (das ist mein Haus) sagte: „Es ist Daniela.“
Ich rannte gleich zur Tür, machte auf und begrüßte meine Freundin mit einer Umarmung: „Komm doch rein!“
Dani fragte: „Duftet es bei dir nach Hackbraten?“
„Ja, ich esse gerade – möchtest du auch eine Portion?“
„Na klar“, antwortete Dani strahlend.
„Du hast es gehört, KAD173!“, gab ich meinem Haus die Anweisung.
Meine Freundin und ich unterhielten uns über die Familie. Als wir mit dem Essen fertig waren, klingelte es noch mal: Meine Enkeltochter besuchte mich. Sie war jetzt 13 und ich freute mich darüber, dass sie den Namen trug, den ich ausgesucht hatte: Zoey.
Wir setzten uns alle auf die Couch und redeten darüber, wie gut Zoey es hat: Unterricht hat man heutzutage nur zu Hause an kleinen Schulungs-Laptops. Dani und ich hingegen hatten in die Schule gemusst. Und wir hatten dafür arbeiten müssen, einen Job zu kriegen.
Jetzt ist es anders: Sie haben zehn Jahre lang Unterricht, danach füllen sie einen Fragebogen aus und bekommen eine Liste mit Jobs, von denen sie sich einen aussuchen können.
Ich lehnte mich gegen die Lehne der Couch. Ich konnte die heutige Welt nicht richtig begreifen: Die war so modern, so faul, na ja, was musste man denn heute noch selber tun? Fast alles wurde von der Elektronik gemacht. Mir persönlich gefiel die frühere Welt besser – in ihr waren wir Menschen selbstständiger. Ach, wo ist die alte Zeit nur geblieben ...
Erst jetzt bemerkte ich, dass die beiden mich musterten, und ich fragte: „Was schaut ihr denn so?“
„Ach nichts. Es ist nur interessant, dich im Denkzustand zu sehen.“
Da fingen wir alle an zu lachen. Ach war es schön, zu lachen!
Abends gingen beide wieder und der Telefon-Monitor klingelte. Ich tatschte auf das Feld „abheben“ und meine beste Freundin Josi war dran. Wir redeten mal wieder stundenlang, was meiner Telefonrechnung schwer zu schaffen machte.
Nach dem Gespräch beschloss ich, einen abendlichen Spaziergang zu machen. Ich entschied mich, den Spaziergang in Italien stattfinden zu lassen, und beamte mich kurzerhand nach Italien, meinem absoluten Lieblingsland. Hier war alles wie früher, wie 2012: Nichts hatte sich verändert, da sie kein nur aus Elektronik bestehendes Land haben wollten. Klar, ein paar moderne Sachen haben sie schon, aber nicht all zu viele. Und hier war ich immer glücklich.
Ich lief erst am Strand entlang, dann ging ich in eins meiner Lieblingshotels und beschloss, zwei Tage dort zu bleiben. Nachdem ich eingecheckt hatte, schaute ich mir die Abend-Show an. Das waren meistens Tanzvorstellungen aus verschiedenen Kulturen.
Als ich am Montag wieder in die Arbeit ging, freute ich mich schon darauf, die Kunden zu beraten, das erholsame Wochenende und der Besuch meiner Familie und Freunde war toll gewesen. Ich hatte zwar gehofft, dass alle kommen und wir eine tolle Freundes- und Familienfeier machen können, aber es war auch so gut gewesen.
Ich betrat den schönen Buchladen. Übrigens fand ich toll, dass dieser Buchladen auf der einen Seite in einem weißen, modernen Stil glänzte, und in der nächsten Abteilung wieder so wie früher war.
Das ist mein tolles Zukunftsleben.
Sandra
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Anders als 2011
Sultan und Sevgi
Es war das Jahr 2050 und ich war 55 Jahre alt - genau wie meine Freundin Sultan. Wir lebten zusammen in Lechhausen, wo alles anders war als 2011.
Wir lebten in einem kleinen Gebäude. Und gegenüber von uns wohnte eine alte Freundin von mir, sie hieß Rabia Ucar. Sie lebte mit ihrem Mann Ali Arabul zusammen und beide hatten oft Streit miteinander. Aber sie versuchten es immer wieder, weiter zusammen zu leben - wegen ihrer drei Kinder Swag, Bastirma und Doksanatmisdoksan.
Ich hatte alles, was ich wollte, geschafft. Ich war glücklich als Friseurin und ging nun in Rente. Zwei Wochen später kam Rabia zu mir. Sie sagte, dass sie umziehen würde in Lechhausen, weil sie sich von Ali trennte.
Ich sagte gar nichts dazu, weil es ihre Entscheidung war. Ich sagte nur, dass ich immer für sie da bin, wenn sie mich braucht – egal, was passieren würde. Sie sagte zu mir: „Danke, dass du für mich da bist.“
Einen Monat später hatte ich nichts von ihr gehört, darum rief ich sie an, aber sie ging nicht ans Telefon. Plötzlich klingelte die Tür, also ging ich und öffnete.
Ich sah Rabia und ihren neuen Freund, der Jeremy hieß. Ich sagte zu ihr: „Hast du Ali so schnell vergessen? Und was ist mit deinen Kindern Swag, Bastirma und Doksanatmisdoksan?“
Sie sagte zu mir: „Ich weiß nicht mal, wo meine Kinder sind.“
Da schrie ich: „Waaas?!!“
„Ali hat sie mitgenommen und ich weiß nicht, wo sie sind!“
„Willst du sie denn nicht suchen?“
„Doch, natürlich werde ich sie suchen, aber du musst mir dabei helfen.“
„Okay, ich werde dir dabei helfen.“
Ich half ihr dabei, ihre Kinder zu suchen, weil gute Freunde das so machen würden. Wir flogen mit der Fliegebahn.
Sultan/Sevgi
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Die Zukunft
Yasemin
Es ist das Jahr 2050. Ich bin jetzt 53 Jahre alt und lebe seit Jahren in Friedberg. Meine Brüder leben auch in Friedberg, sie wohnen genau gegenüber von mir. Früher gab es noch Straßenbahnen und Haltestellen, doch jetzt gibt es fliegende Donuts-Wagen, die echt gut aussehen, und mit denen ich jeden zweiten Tag in die Stadt fahre.
Ich habe zwei Häuser, damit ich meine alten Freunde treffen und besuchen kann, und zwar eines in Friedberg und eines in Lechhausen. Ich habe einen Husky namens Rocky, mit dem ich jeden Tag Gassi gehe. Meine alte Klassenfreundin Sultan wohnt genau neben mir und besucht mich jeden Tag und wir trinken Latte Macchiato.
Wir beide unterhalten uns und sprechen über die alten Zeiten in der Schule, wo wir immer gelacht haben. Jetzt sind wir 52 & 53 Jahre und sehr alt. Sultan erinnert mich an eine alte Freundin namens Rabia, die wir immer geärgert hatten, und Sultan fragt mich, ob Rabia noch in der Schule ist in der P-Klasse? Aber ich sage: „Hääääääääääää? So was geht doch gar nicht! Sie arbeitet als Hostess am Flughafen.“
Sultan erzählt, dass Rabia angeblich die Toiletten putzt und Ali dort sei - aber das war alles nur erfunden, sie serviert Essen und Getränke.
Ich rufe eines Tages alle meine Freunde an und frage, ob sie Lust hätten, mit mir in die Stadt zu gehen, weil ich seit Jahren nicht mehr dort war. Wir beschließen, in die Stadt zu gehen.
Ich gehe zur Haltestelle und steige in den Donut-Wagen. Ein paar Haltestellen später steigen meine Freundinnen ein - und ich erkenne die meisten nicht mehr! Manche sehen sehr alt aus. Aber das gebe ich nicht zu, weil das von mir nicht nett wäre.
Wir kommen am Donut-Platz an, damals hieß er Königsplatz: „Seht her, wie sich alles geändert hat.“
Am nächsten Tag stehe ich um 10:00 Uhr auf, mache den Fernseher an und schau mir die neuesten News an. Und auf einmal sehe ich Aliens! Als die dann in Lechhausen sind, bin ich irgendwie glücklich, weil ich schon wusste, dass es Aliens geben würde.
Ich gehe mit Rocky auf die Straße und sehe Aliens. Sie sind sehr freundlich, ich frage sie, ob ich ein Autogramm bekommen könnte. Und ein Alien sagte: „Ja klar doch. Nenn mich bitte Peter.“
Ich sage: „Danke, Peter, könnte ich auch ein Bild mit dir machen? Denn ich wusste immer, dass es euch geben würde.“ Er ist einverstanden und wir machen ein Gruppenfoto: ich, Peter und Rocky.
Nach einigen Tagen ruft mich meine „Freundin“ Sultisch an und fragt, ob ich zu ihr kommen möchte. Ich sage zu. Und wie immer trinken wir Latte Macchiato und essen etwas Himbeerkuchen.
Sultan fragt mich: „Kannst du dich noch an die Seite www.uebergaengegestalten.de erinnern? Wollen wir mal reinschauen, ob da noch alles drinnen ist von unseren Geschichten?“
Ich bin einverstanden und sie holt ihren Laptop und geht auf uebergaengegestalten.de. Wir suchen nach unseren Geschichten. „Schau mal, Yasemin“, sagte Sultan. Ich schaue ganz genau hin und sehe meine Geschichten, die ich früher in der Schule geschrieben habe. Und ich sehe noch ein paar neue Kommentare, die wohl einer aus unserer Klasse geschrieben hat.
Ein paar Wochen später rufe ich alte Kollegen an und wir beschließen, in den Park zu gehen. Ich nehme Rocky mit und hole meine Kollegen ab. Wir gehen in den Park, setzen uns und sprechen darüber, wie sich alles geändert hat. Den meisten von uns gefällt es, doch dem Rest nicht, weil sie sich nicht mehr wohl fühlen. Doch man kann es nicht mehr ändern, man muss so leben, wie es eben ist. So geht mein Leben weiter. Ich sagte immer zu mir, dass ich alleine wäre, aber das hat nicht gestimmt. Ich habe ja meine ganzen Freunde, die in Lechhausen leben, sie machen mich so glücklich. Eine Woche später rufen mich sehr viele alte Freunde an und fragen, ob wir ein Klassentreffen machen wollen. Ich sage: „Ja klar, wieso nicht?“
Wir verabreden uns alle für 14:30 Uhr und ich sehe alle meine alten Klassenkollegen wieder. Sie sehen alle noch so aus wie früher. Insgesamt sind 21 Freunde da. Sergio, Melvin, Niko, Jonas, George, Besart, Matze, Matthias, Dennis, Ibrahim, Roland, Daniela, Rabia, Sultan, Kristina, Manuela, Sevqi, Sariina, Luciiia, Sandra – und ich. Wir lachen zusammen und denken für eine kurze Zeit an die alten Zeiten in der Schule, wie es so war, worüber wir immer gelacht haben - das waren Zeiten. :)
Yasemin
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