Schülertexte Modul 2
Es lacht mancher, der lieber weinen möchte
Besart
Ich war einmal mit meiner Familie Skifahren in Bad Kohlgrub, wir haben uns alle ein Tagesticket gekauft.
Wir sind alle Ski gefahren auf der Anfängerpiste und später bin ich mit meinem Onkels mit der Gondel auf die Profiskipiste hoch gefahren. Als wir oben waren, haben wir erst mal den guten Ausblick genossen.
Dann sind wir die Piste runter gerast und irgendwie sind wir auf eine eisige Piste gekommen. Mein Onkel hatte die Kontrolle verloren und er flog erstmal zwei Meter in die Luft und dann mit dem Gesicht auf den Boden, auf den eiskalten eisigen Boden.
Er hatte eine Skibrille auf, aber blutete am ganzen Gesicht. Er hob die Brille auf und guckte, ob seine Skibrille kaputt war. Er achtete gar nicht darauf, dass er heftig blutete. Er fragte eine Frau vor ihm, ob er blutete. Die Frau war so erschrocken, dass sie nichts gesagt hat und weggefahren ist.
Als ich bei ihm ankam, sagte ich: "Onkel, du blutest am ganzen Gesicht!“
Er antwortete: „Schau lieber, ob meine Brille kaputt ist!"
Ich lachte sehr viel und sehr laut. Er fing auch an zu lachen, als er merkte, dass ihm ein Zahn fehlte und er seine Nase aufgekratzt hatte.
Später am Abend fuhren wir mit dem Auto nach Hause und er erzählte uns, wie er es erlebt hat aus seiner Sicht. Er hatte zwar tierische Schmerzen, aber er konnte uns den Tag nicht verderben.
Ich sagte: "Ist doch egal, Gesundheit geht vor!“
Daraufhin sagte er: "Ja schon, aber ihr hattet sehr viel Spaß, und ich wollte es euch nicht verderben. Deswegen lachte ich, obwohl ich so tierische Schmerzen hatte, dass ich weinen hätte können!“
Den ganzen Tag erzählte mein Onkel von seinem Unfall, und immer wieder mussten wir dabei lachen, bis wir zuhause waren und vor Erschöpfung ins Bett gingen und sofort einschliefen.
Besart
Es lacht mancher, der lieber weinen möchte
Daniela
Wir schrieben das Jahr 1715. Der König war vor wenigen Wochen gestorben. Es war König Ludwig der 14. gewesen, der Herrscher von Frankreich. Das ganze Volk trauerte. Überall waren verbitterte, weinende und jammernde Menschen zu sehen. Auch der Adel wusste nichts mehr anzufangen.
Meine Familie packte gerade, denn wir zogen um. Mein Vater Louis und meine Mutter Mirabelle waren reiche Leute. Denn mein Vater war ein sehr berühmter Parfümhersteller, der auch einen großen Laden besaß. Meine Mutter kochte für zahlreiche Feste, Bälle und Veranstaltungen. Der Laden zog auch um. Genauer gesagt nach Augsburg in Deutschland.
"Bis dort hin sind es 5 Tage mit der Kutsche! Vater. Das überlebt doch niemand. Schon gar nicht Oma. Sie ist krank und braucht Medikamente", hatte meine große Schwester Babelle geschrien, als sie vom geplanten Umzug erfahren hatte..
"Wir nehmen einen Doktor mit, der sie währenddessen pflegt. Und du kannst von Glück reden, du bekommst deine eigene Kutsche. Ja sogar deine Kammerzofe kommt mit, die außer Paris keine andere Stadt kennt", hatte mein Vater mit weicher Butterstimme erwidert.
Nun zogen wir also nach Augsburg. Als wir aus dem Hause gingen, trat beißender Gestank in unsere Nasen. Wir hatten vergessen, uns gepuderte Tücher vor die Nase zu halten und der Markt von Paris war Kilometer weit zu riechen.
Mein Gepäck wurde in eine große schwarze Kutsche gebracht. Diese war mit goldenen Ranken verziert und wurde von zwei weißen Zugpferden gezogen, die uns der König geschenkt hatte.
Ich setzte mich in die Kutsche. Ach ja, mein Name ist Giselle. Ich bin die jüngste in meiner Familie. Wir fuhren an einer verpönten Straße vorbei, wo vielerlei Huren standen. Ich schaute aus dem Fenster und eine der Huren lächelte mich an."Vater, diese Frau lächelt mich an...gehört so etwas nicht eigentlichen verboten?"
Meine Vater antwortete: "Schau diese Weiber nicht an, sondern guck weg."
Wir ritten Tag für Tag und am vierten Tag, als wir schon den Bergen nah waren, kamen wir in der Reichsstadt Augsburg an. Ich sehnte mich schon jetzt wieder danach, umzukehren und nach Frankreich zu fahren.
Als wir aus der Kutsche stiegen und unserer Einladung, in das Königshaus zu kommen, folgten, schien mir der ganze Adel über den Kopf zu steigen. Wír gehörten zwar zum Adel, aber richtig glücklich darüber war ich nicht. Mein Herz weinte, denn meine Gefühle waren der Meinung, dass ich für den Adel nicht geboren bin.
"Ohh... da ist ja das nette französische Kind des Adelsclan Siramon. Wer kann schon deinen Bäckchen widerstehen. Ich habe gehört, dass du ein außergewöhnliches Kind bist mit der Gabe, dass du wie eine Puppe ordentlich, adrett und höflich bleiben kannst. Ach, ich möchte auch so ein Kind wie dich haben", sagte eine dicke, kleine Frau zu mir.
Ich nickte. Mein Herz weinte und ich musste lächeln, sonst würde ich ein falschen Eindruck hinterlassen. Ich fühlte mich schrecklich eingeengt von der ganzen Show.
Als wir in unserem neuen Zuhause waren und ich mein enges, eindrückenes Kleid ablegen durfte, war es soweit. Mein Herz schlug immer schneller und ich wollte es wagen, einfach nicht mehr leben - das war mein Traum.
Meine Familie wurde zu einem Essen an den Hof von Augsburg eingeladen. Ich war also alleine außer den vielen Bediensteten und den Tieren. Ich tat es.
Ich ging auf mein Zimmer und stellte mich auf einen Hocker. Über mir hing schon das Seil. Ich roch den Mist, in den das Seil getaucht worden war, damit es an Stärke gewann. Mein Hals war schon in der Schlinge. Ich spürte nicht viel, nur, dass unter mir gar nichts mehr war. Mein Herz hat das letzte Mal geschlagen, und Freude war schon lange nicht mehr meinem Herzen vertraut.
Daniela
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Nimm dir Zeit für deine Freunde, oder die Zeit nimmt dir deine Freunde
Jonas
Ich bin zwölf Jahre alt und lebe in Augsburg, ich heiße Saimon und ich habe mir letztes Jahr ein Programm gegönnt - es heißt Facebook. Seit ich Facebook habe, ist alles schief gelaufen, hört euch einfach meine Geschichte an.
Es war ein warmer Samstagmorgen, als ich aufwachte und sofort spürte, dass dieser Tag anders ist als alle Tage bisher.
Als ich die Treppe ins Erdgeschoss lief, hörte ich Stimmen aus unserer kleinen, aber warmen Küche.
Der Geruch von Brot schoss mir durch die Nase und die Stimme von meiner Mom schallte durchs Haus: „Saimon, bist du wach???"
,,Ja Mama, Moment, ich komme runter." Als ich in der warmen Küche ankam, roch ich das Brot noch mehr. In der Küche sah ich meinen Bruder Sami und meine Mom. Sami ist jünger als ich, daher klebt er mir immer an meinen Fersen.
Deshalb ging ich nach dem Frühstück sofort zu Paul, meinem besten Freund. Als ich an Pauls Haus angekommen war, schlief Paul noch. Das war aber komisch, Paul ist nämlich Frühaufsteher und es war schon 12:45 Uhr.
Ich hörte im Haus einen Knall und plötzlich riss Pauls Mutter die Tür auf und sagte: ,,Ach du bist es, ich dachte Faufau hat wieder die Nachbarn geärgert."
Ich lief in das Zimmer von Paul und rüttelte ihn wach.
Er guckte erbost: ,,Hau ab, du Pisserrrrrrr!"
Und er schlief wieder ein. Ich wusste nicht, was mit ihm los war, ich rüttelte ihn nochmal wach: „Hast du Probleme??“
„Sorry, aber ich war lange wach, ich war die ganze Nacht in Facebook .
,,WAS???"
,,Hol dir auch Facebook, das ist voll cool."
Ich überlegte und hatte mich schon entschieden: Auch ich holte mir Facebook.
Und seit ich Facebook habe, habe ich meine Freunde nicht mehr gesehen.
Die Zeit hat mir meine Freunde genommen.
Jonas
Es reicht ein Wort, um einen Menschen zum Weinen zu bringen,
aber es braucht 1000 Worte, um die Tränen wieder zu trocknen
Lucia
Es regnet, ich gehe am Lech entlang und denke nach ... was wird passieren, wenn ich es ihm sage? Was werden die anderen machen? Werden sie lachen? Ich weiß es nicht ...
Ich heiße Kim, bin 16 Jahre alt und gehe in die neunte Klasse. Mein Leben ist kompliziert und man hat mir oft im Leben wehgetan. Mein Vater hat mich geschlagen und meine Mutter starb, als ich gerade mal fünf Jahre alt war. Ich lebe bei meiner Tante und ihrem Mann, es ist nicht schlimm, aber ihre Kinder treiben mich in den Wahnsinn.
Und ich bin verliebt, traue mich aber nicht, es dem Jungen zu sagen, weil ich Angst habe, was er dazu sagt und ob die anderen mich auslachen.
Ich liebe den Regen, darum gehe ich auch gerne im Regen spazieren und denke nach wie jetzt. Meine besten Freunde sind Lara, Tom und Anton. Lara ist die Hübsche, Tom ist unser Kasperl und Anton ist unser, sagen wir, Hirn in der Gruppe. Ich bin die Mutige. Außer es geht um die Liebe, da bin ich schüchtern.
Ich weiß nicht, warum, aber ich habe das Gefühl, meine Lehrer mögen mich nicht. Immer wenn ich was sage und das auch noch richtig ist, sagen die Lehrer, es ist falsch. Damit muss ich wohl leben, und wo wir gerade dabei sind - da kommt auch schon Lara
"Kim!!!"
Na toll, was will Lara hier?
"Kim, es ist echt wichtig!"
"Was ist wichtiger als mich bei einem Spaziergang im Regen zu stören?"
"Ähm, dass Tom gerade ins Wasser gefallen ist und nicht schwimmen kann!"
Ja okay, ich gebe es zu: Das ist wichtiger als mein Spaziergang, aber laut sage ich: "Lara, wie oft muss ich es dir noch sagen? Wenn ich im Regen spaziere, denke ich nach und will nicht gestört werden."
"Na gut, wenn du willst, dass Tom ertrinkt, dann bitte denk weiter nach, aber ich hole Anton und die Feuerwehr zu Hilfe!"
"Mach das."
Endlich ist sie weg, und ich sollte Tom wirklich helfen. Okay, dann mal auf ins Nass.
Jetzt kann ich ihn schon hören: "KIM!!! LARA!!! HILFE!!!"
"Ich komme, Tom!" Zu ihm zu schwimmen, ist leicht, aber ihn aus dem Wasser zu fischen, nicht, weil er zappelt wie ein Fisch und sich nicht richtig festhält. Schließlich kommt die Feuerwehr und holt uns beide raus.
Während Tom, Lara und Anton, der vor 10 Minuten auch endlich angekommen, ist von der Feuerwehr eine Tasse heißen Kakao bekommen, gehe ich wieder nach Hause.
Ich habe keine Lust, meinen Regenspaziergang mit Lara, Tom und Anton zu verbringen, vor allem weil jeder über etwas anderes reden würde. Lara würde darüber reden, wie hübsch sie doch ist, Tom würde darüber reden, was für neue Witze er sich ausgedacht hat, und Anton würde mit seinem Techno-Gequatsche anfangen. Mal ehrlich, da würdet ihr doch auch das Weite suchen, oder?
Das Schlimme ist: Zu Hause habe ich auch keine Ruhe, weil meine Tante in der Arbeit ist, ihr Mann in der Tanke und ich darf auf die Kinder aufpassen. Der Vorteil daran: Ich bekomme Geld dafür, dass ich nur rumsitze und zuschaue, wie sie spielen und Hausaufgaben machen. Und wenn sie mal etwas kaputt machen, schreie ich sie nur an und sie sind leise. Also entspannender kann Babysitten doch nicht sein, oder?
So, während die zwei Quälgeister Hausaufgaben machen, werde ich nachdenken, wie ich es ihm sage.
"Hausaufgaben? Jetzt schon?"
"Ja. Hausaufgaben werden nach der Schule gemacht, weil ihr danach mehr Zeit zum Spielen habt."
"Ah, okay, dann fangen wir gleich an."
"Macht das. Aber nervt mich nicht!"
"Keine Sorge, machen wir nicht."
"Ich bin in meinem Zimmer und wenn ihr etwas nicht versteht. ... DANN KLOPFT JA NICHT AN MEINER TÜR!!"
Mein Zimmer ist mein zweiter Lieblingsort, an dem ich Ruhe habe. Außer dass unsere neuen Nachbarn jeden Tag hämmern, ist es dort ziemlich ruhig.
Unsere Nachbarn sind erst seit drei Tagen hier und nerven uns, indem sie uns Blumen, Schokolade oder Wein geben. Wahrscheinlich wollen sie mit uns Freundschaft schließen, aber nicht mit mir. Es gibt noch mehr Leute hier im Haus, die sie mit ihren Geschenken nerven können.
Naja, den Kindern gefällt zwar die Schokolade, die wir bekommen, aber sie sollten aufpassen! Ich meine, unsere Nachbarn können ja Kriminelle sein und die Schokolade vergiftet haben. Das bezweifle ich zwar, aber es kann doch sein, oder? Anton sagt auch immer, ich soll aufpassen, wenn ich etwas geschenkt bekomme. Als ob er sich Sorgen um mich macht oder so. Er redet auch immer von Aliens und davon, dass sie bald die Menschheit auslöschen.
Ich hab verrückte Freunde ... die eine sitzt jeden Tag vorm Spiegel, der andere kann nicht schwimmen und ertrinkt jedes Mal fast, und der letzte glaubt, dass Aliens die Menschheit auslöschen. Verrückter geht es doch nicht mehr, oder doch? Na, dann müsst ihr mein ganzes Leben kennen.
Morgen ist wieder Schule und die ist verrückter als Lara, Tom und Anton zusammen. Ich weiß, sie sind meine Freunde, aber verrückte Freunde und über die darf man doch reden oder? Hm ... ich glaube, ich schau mal nach den zwei Zwergen.
Ich sag euch, es war gut, dass ich nach den beiden Zwergen geschaut habe, denn die Küche und das Wohnzimmer sahen aus, als wäre gerade ein Sturm durch unser Haus gefegt und bei der Tür wieder raus.
"Oh nein, das gibt Ärger von meiner Tante. Sara, Markus, kommt sofort her!"
Richtig nervig die zwei ... ich hoffe, meine Tante kommt bald oder zumindest ihr Mann, der wäre mir auch recht. Dann können die mich ablösen beim Ausschimpfen. Die Zwerge versprechen, alles sauber zu machen, und ich geh wieder in mein Zimmer.
Hmmm, was soll ich jetzt eigentlich machen? Hausaufgaben? Nein, die hab ich schon gemacht ... vielleicht ähm ... genau, ich male ein bisschen. Ich mag es zu malen. Ich male mir immer meine eigene Welt und versinke in ihr. Ich glaube, heute wird es etwas trauriger ... also das Bild meine ich. Manchmal male ich, was ich fühle. Nur niemand merkt es. Aber das ist kein Wunder, wenn ich es nie jemandem sage.
Lucia
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Geteiltes Leid ist halbes Leid
Manuela
Familie Müller war eine sehr reiche und bekannte Familie. Sie hatten drei Kinder und die Mutter sollte noch ein viertes bekommen, aber diese Schwangerschaft war sehr schwer für sie. Frau Müller hatte immer starke Schmerzen, aber sie wussten nicht, was sie dagegen machen sollten.
Es war der 27. Juli, da bekam sie richtige Schmerzen. Ja, das war ja auch okay, weil in diesem Monat die kleine Ella geboren werden sollte. Und ja, es war so weit: Um 13:30 Uhr wurde Ella geboren. Aber die Mutter starb dabei ...
Der Vater war sehr traurig, aber er durfte das nie so richtig zeigen, weil er den Kindern immer sagte, dass ihre Mutter auf einer Reise ist. So vergingen die Jahre.
Heute Nacht denkt er zum ersten Mal nach. Ihm wird bewusst, dass er nie etwas mit seiner Familie unternommen ha. Er war nur am Arbeiten, seine Familie war ihm egal, weil er wusste, dass sie alles haben und dass ihnen nichts fehlt.
Aber leider lag er falsch, denn ihnen fehlte etwas: Lara, Lea, Mike und Ella konnten fast nie so richtig etwas mit ihm unternehmen, er war immer beschäftigt und hatte nie Zeit für die vier Kinder.
So ist Jahr für Jahr vergangen, Ella ist jetzt 13 und fragt sích, wo ihre Mutter ist, sie könnte nie so richtig mit ihren Vater reden.
Aber jetzt beschließt der Vater, dass Ella alt genug ist, damit sie akzeptieren kann, dass ihre Mutter zwei Stunden nach Ellas der Geburt gestorben ist.
Gleich am nächsten Morgen sagt der Vater es ihr. Ella guckt ihn an und beginnt zu weinen. Sie schließt sich in ihrem Zimmer ein und gibt sich die Schuld daran, dass ihre Mutter gestorben ist!!
Von diesem Tag an ändert sich alles. Ella färbt sich die Haare schwarz, lässt sich ein Piercing stechen, kleidet sich nur noch schwarz und trifft sich immer mit komischen Leuten.
Sie ist nur noch draußen und wenn sie nach Hause kommt, sperrt sie ihr Zimmer zu, hört laute Musik, chattete mit unbekannten Leuten und ignoriert ihren Vater nur noch.
Eines Nachts lernt sie einen Jungen kennen. Er ist genauso wie sie, hat schwarze Haare, viele Piercings und er ist genauso wie sie ein *Emo*.
Ihm erzählt sie ihre Lebensgeschichte, er bringt sie zum Reden und er zeigt ihr, dass sie keine Schuld am Tod ihrer Mutter hat. Sie hört nur noch auf ihn und beginnt, sich wieder mit ihrem Vater zu unterhalten. Sie fängt an, für die Schule zu lernen und wird wieder eine gute Schülerin. In der Schule wird sie nicht mehr gehänselt und ist wieder die kleine alte Ella.
HAPPY END: Ella ist mit diesem Jungen fest zusammen, die zwei sind ein kleines, glückliches Liebespaar.
Manuela
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Der Neue
Melvin
Es kam ein Junge in die Stadt, er hieß Jack Adams.
Sein Vater war ein Soldat, der im Hindukusch stationiert war. Er hatte nur wenig Kontakt zu ihm, denn der Vater war im Kampfeinsatz.
Seine Mutter war Zollbeamtin, sie war selten daheim.
Die meiste Zeit verbrachte er bei seiner Oma, sie hieß Selma.
Als sie nach Augsburg zogen, dachte er, es wird alles besser. Doch es hatte sich nicht viel geändert.
Sein Dad war immer noch im Einsatz, dieses Mal in Bagram. Er schrieb viele Briefe, wie es dort war. Aber in Bagram war es ziemlich heftig, schrieb er. Und dass er bei den Amerikanern war, weil sein Platon auf gerieben worden war.
Die Mom kam erst am Abend nach Hause, wenn er im Bett war.
An seinem ersten Schultag in Augsburg war sein Kopf voller misstrauischer Gedanken. Naja, egal, er stieg in den Wagen seiner Oma Selma, einen Einser-BMW, und sie fuhren zur Schiller-Schule.
Die Schüler waren alle schon in der Klasse, das war ihm verdammt unangenehm. Naja, egal, er schlenderte in die Klasse und platzte in den Unterricht rein.
Alle schauten ihn an, einige nuschelten, einige lachten. Dann kam der Lehrer und schüttelte seine Hand. Er setzte sich neben John. Bald merkte er, dass John der gefürchtetste Schüler der Schule war, er kam aus Philadelphia. Jack bekam Schiss vor ihm, denn John sagte ihm, dass er scharf sei auf Neue.
Melvin
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Nichts ist schlimmer als einsam unter Menschen zu sein
Rabia
Es war der 07.07.2011 und ich freute mich darauf, meine Oma und meinen Opa zu sehen, die aus der Türkei kamen. Ich ging nach der Schule schnell nach Hause, half meiner Mutter ein bisschen beim Putzen und sie hat das Lieblingsessen meines Opas gekocht: "Gulasch".
Als es um halb drei klingelte, rannte ich schnell zur Tür und machte auf. Dann hab ich meine Großeltern umarmt und, wie man es im Islam macht, die Hände geküsst.
Wir gingen alle ins Wohnzimmer und redeten und fragten, wie es in der Türkei war. Nach fünf Minuten rief meine Mutter mich und sagte, dass ich den Tisch decken soll. Als ich fertig war, hab ich meinen Opa und meine Oma zu Tisch gerufen und wir haben angefangen zu essen.
Dann haben wir uns auf den Balkon gesetzt und ein bisschen geredet, wie es uns geht. Natürlich kam auch die nervigste Frage überhaupt: "Wie läuft es in der Schule?"
Meine Mutter sagte, dass ich nicht so gut bin in der Schule und dass ich die Schule vielleicht nicht schaffen kann und dass ich in die Praxisklasse gehe. Mein Opa wusste nicht, was eine Praxisklasse ist, und meine Eltern haben es ihm erklärt. Ich fand es peinlich, dass sie die ganze Zeit über die P-Klasse geredet haben.
Meine Cousinen und Cousins sind danach zu uns gekommen, damit sie meine Oma und meinen Opa sehen. Als ich in meinem Zimmer war mit meinen Cousinen und gelernt habe für die GSE-Probe, hab ich die Erwachsenen im Wohnzimmer gehört, wie die über mich gesprochen haben. Ich fand das peinlich, aber egal, sie hatten ja schon angefangen, über mich zu reden.
Als meine Oma vorschlug, mich in die Türkei zu bringen, hörte ich auf zu lernen und erfuhr, dass ich in der Türkei die Schule weiter machen soll, und zwar in einer Privatschule.
Ich war total geschockt, ging ins Wohnzimmer und sagte, dass ich nirgendwo hingehe und hier bleibe. Sie sagten mir genauer, was ich in der Türkei machen soll, wie es dort ist und was für eine Zukunft ich haben werde. Da hab ich mich eigentlich gefreut. Aber gleichzeitig auch nicht, weil ich mich an Deutschland gewöhnt habe und ich mich hier wohler fühle als in der Türkei.
Die nächsten drei Wochen ging es mir sehr schlecht. Ich überlegte soooo lange, ob ich in die Türkei gehen soll. Ich musste mich auch entscheiden, ob ich in die Praxisklasse möchte oder nicht. Ich fühlte mich, als hätte ich niemanden, der mir einen Rat geben kann und der mir sagt, was ich mit meiner Zukunft machen soll. In dieser Zeit fühlte ich mich einsam unter Menschen.
In der Schule hab ich es meinem Lehrer erzählt, dass ich in die Türkei fliegen und dort die Schule machen soll. Das war bis jetzt alles nicht geplant, aber nun hat meine Familie vorgeschlagen, dass ich in die Türkei gehe und dort angeblich einen Gymnasium-Abschluss bekomme, mit dem ich zurück nach Deutschland kommen werde. Mein Lehrer sagte, dass es meine Entscheidung ist, ob ich gehen will oder nicht, aber er meinte, dass die P-Klasse besser ist.
In der vorletzten Schulwoche hab ich erfahren, dass ich die Klasse bestanden habe. Da hab ich mich riesig gefreut und es gleich nach der Schule meiner Mutter erzählt. Und die sagte, dass ich nicht mehr in die Türkei gehen soll, sondern die Schule hier weiter mache, weil ich bestanden habe. Aber wäre ich sitzengeblieben, hätte ich in die Türkei gemusst und dort meine Zukunft verbringen.
Rabia
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Es reicht ein Wort, um einen Menschen zum Weinen zu bringen,
aber es braucht 1000 Worte, um die Tränen wieder zu trocknen
Saman
Hallo, ich bin Santes Bodenda und erzähle euch heute eine Geschichte über mich und meine erste Liebe. Ich gehe in die Hauptschule, bin in der neunten Klasse und werde immer von unseren Schulkameraden gemobbt. Die nennen mich Fettsack. Ich sage gar nichts dazu und ignoriere die einfach.
Aber gestern hab ich mich in ein Mädchen verliebt. Ich hab sie noch nicht angesprochen, ich weiß nicht, wie man mit einem Mädchen umgeht, und ich hab niemanden in der Schule, dem ich vertraue.
Ich hab sie nach der Schule vor der Bushaltestelle gesehen. Es hatte angefangen zu regnen und sie hatte keinen Regenschirm. Ich war so nervös und als sie mich angeschaut hat, wurde ich fast ohnmächtig. Sie sagte: „Hey, kann ich vielleicht unter deinen Regenschirm kommen?“ Ich sagte: „Ja.“
Sie hat mich angesprochen und gefragt, wie ich heiße. Ich stotterte meinen Namen. Ihr Bus kam und sie stieg ein.
Kaum war sie weg, sind vier Jungs aus unserer Klasse auf mich zugekommen und haben zu mir gesagt: "Hey, lass sie in Ruhe und halt immer zehn Meter Abstand von ihr, okay. Sonst wird es noch schlimmer.“
Ich ging einfach weiter und hab nicht auf die gehört. Plötzlich kam Benn und sagte: „Hey, Fettsack, lass meine Schwester in Ruhe, okay. Muttersöhnchen, okay.“
Am nächsten Tag ist das Mädchen zu mir gekommen und hat gesagt: „Hey, komm heute nach der Schule hinter den Pausenhof, okay, ich warte auf dich.“
Ich ging weiter und hab nichts gesagt. Ich wusste nicht, was ich machen sollte. Ich war durcheinander.
Um 11 Uhr hatte ich aus und sie wartete auf mich hinter dem Pausenhof. Aber dann ist ein Mädchen zu mir gekommen und hat gefragt: "Hey, bist du Santes Bodenda?“
Ich sagte: „Ja.“ und sie hat mir einfach einen Zettel gegeben und ist weiter gegangen. Ich war so neugierig, was auf dem Zettel stand und las: Lieber Santes Bodenda, entschuldige, was gestern passiert ist und was mein Bruder zu dir gesagt hat. Es tut mir leid, ich wusste es echt nicht. Wenn du sauer auf mich bist oder mich nicht sehen willst - hier ist meine Emailadresse: Olga22@hotmail.de Schick mir eine Nachricht, okay, ich warte auf deine Nachricht. Viele Grüße, deine Olga.
Fünfzehn Minuten später bin ich hinter den Pausenhof gegangen und dort gab es ein Überraschung - auf mich wartete Olgas Bruder und noch fünf andere Jungs von unserer Klasse. Die sagten zu mir: „Hey Fettsack, was haben wir dir gestern gesagt, hää!“
Ich versuchte wegzurennen, aber ich war nicht schnell genug. Die haben mich gefangen und Olgas Bruder hat mir eine Faust gegeben. Blutend ging ich nach Hause.
Am Abend um acht Uhr hab ich ihr ein Email geschickt: Hey Olga, es war echt mies von dir, was du heute gemacht hast, und es wäre besser, wenn du eine Weile nicht mehr zu mir kommst. Und es wäre auch besser, wenn du nicht mehr nah zu mir kommst. Danke.
Eine Stunde später hat sie zurückgeschrieben: Es tut mir leid, ich wollte dir sagen, dass du nicht kommen sollst, aber ich konnte dich nicht anrufen. Verzeih mir bitte, ich verspreche, dass es nie wieder vorkommt.
Saman
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Lachen ist eine Brücke
Sergio
Hallo, ich bin Sergio, 13 Jahre alt und neu in Lechhausen. Ich gehe in der Schillerschule und habe bis jetzt noch keine Freunde außer meinem Bruder und meiner Schwester.
Jetzt ist es 7:00 Uhr früh und ich muss aufstehen. Ich putze meine Zähne, wasche mein Gesicht und ziehe mich an. Es ist jetzt 7:35 Uhr und ich muss mit dem Fahrrad zur Schule fahren.
Ich gehe in die Schule und danach in mein Klassenzimmer. Alle Mitschüler lachen mich aus, aber ich weiß nicht, warum. Ich fühle mich sooo schrecklich. Sie lachen mich schon die ganze Woche aus, ich habe schon daran gedacht die Schule zu wechseln.Aber ich weiß nicht, warum die mich auslachen.
Heute Abend ist eine Veranstaltung zum Thema "Brücken" und ich bin sehr aufgeregt. Es ist 18:30 Uhr und ich übe meinen Auftritt. Jetzt bin ich dran. Meine Mitschüler haben eine Brücke gemacht, alle zusammen, und sie lachten mich wieder aus. Jetzt wusste ich auch, warum: Ich habe die ganze Woche vergessen, meinen Schlafanzug auszuziehen. Ich fühlte mich so schrecklich, aber es sah lustig aus - wie eine lachende Brücke.
Sergio
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Es reicht ein Wort, um einen Menschen zum Weinen zu bringen,
aber es braucht 1000 Worte, um die Tränen wieder zu trocknen
Yasemin
Eines Tages ging Lisa mit ihrer Freundin Francesca in die Stadt shoppen. Nachdem sie sich tolle Klamotten gekauft hatten, wollten sie nach Lechhausen zurückfahren.
Die Straßenbahn der Linie 1 kam, Lisa stieg mit Francesca in die Straßenbahn – und sofort fiel ihr Blick auf einen Jungen, den sie total süß fand. Nach ein paar Haltestellen stieg der Junge leider aus. Francesca lachte und zwinkerte Lisa zu, denn natürlich hatte sie die Blicke ihrer Freundin zu dem Jungen bemerkt.
Als Lisa zu Hause war, rief ihre Mutter: „Lisaaaa, es gibt Essen, komm und hol dir etwas Leckeres!“
Lisa sagte: „Ja Mama, später!“ Wie immer ging sie zuerst ins Face rein, um sich mit ihren Freunden zu schreiben. Sie sah sehr viele Meldungen und Freundschaftsanfragen, die meisten waren wie üblich von Jungs. Unter denen war auch der süße Junge aus der Linie 1! Sie freute sich und nahm die Freundschaftsanfrage an.
Lisa ging rasch etwas essen. Es gab natürlich ihr Lieblingsessen: Spaghetti Bolognese mit Salat.
Kaum war sie wieder in ihrem Zimmer, hörte sie schon das Face-Ring – es kam tatsächlich von dem unbekannten Jungen! Er schrieb: Hey :) du bist doch die, die in der Straßenbahn mit einem Mädchen war.
Nach ein paar Wochen waren Lisa und der Junge, der Shane hieß, befreundet. Sie sahen sich jeden Tag. Natürlich merkte Francesca, dass Lisa in diesen Shane verschossen war. Aber Francesca hatte das Gefühl, dass dieser Jungen nicht richtig tickte - auf jeden Fall nicht gut!
Eines Tages ging Francesca alleine in die Stadt und sah einen Jungen, der genau so aussah wie Shane. Ja doch - es war Shane und neben ihm war ein Mädchen, das sie nicht kannte. Wie es aussah, war es seine Freundin: Sie küssten und umarmten sich.
Francesca überlegte, was sie tun sollte: ihrer allerbesten Freundin sagen, dass sie nur benutzt wurde, oder besser ihren Mund halten. Schließlich schrieb sie Lisa in Face an und erzählte ihr, was sie gesehen hatte.
Lisa war zuerst sehr überrascht, doch dann dachte sie sich: Francesca ist doch nur eifersüchtig, diese blöde Kuh.
Nun wurde Francesca sauer auf Lisa, weil ausgerechnet ihre allerbeste Freundin ihr nicht glaubte. Doch Francesca hatte eine Idee: Sie steckte ihre Kamera ein und ging los, um Shane zu suchen. Und sie fand ihn auch - wieder mit dem anderen Mädchen! Schnell holte Francesca ihre Kamera raus und filmte alles..
Noch am selben Tag ging Francesca zu Lisa. Als ihre Freundin das Video sah, war sie echt sauer. Und traurig, weil sie gedacht hatte, dass sie endlich mal geliebt wird von einem Jungen, der sie nicht nur benutzt.
Doch so war es nun mal. Lisa schrieb in Face eine Nachricht an Shane, der natürlich auch online war. Sie schrieb: Wie kannst du nur so auf nett tun und mich dann eiskalt benutzen, ich glaub es einfach nicht, du kannst dir gar nicht vorstellen, dass ich mich in dich verliebt habe.
Shane antwortete: Lisa, ja man, Pech gehabt, da bist du selber schuld, wenn du benutzt wirst und so gecheckt. Ja, Lisa, naja, keine Lust mehr auf dich. Tschüss auf Nimmer-Wiedersehen !
Lisa war natürlich traurig und weinte, weil ein Wort sie so sehr getroffen hatte: das Wort " benutzt". Es gibt sogar ein Sprichwort, das hieß so: Es reicht ein Wort, um einen Menschen zum Weinen zu bringen, aber es braucht 1000 Worte, um die Tränen wieder zu trocknen.
Und Lisa wusste, dass sie keinem Jungen mehr vertrauen konnte. Noch an diesem Abend kam Francesca zu ihr und wollte sie trösten. Lisa entschuldigte sich bei Francesca und sagte: „Es tut mir echt leid, dass ich dir nicht geglaubt habe. Du hattest recht, alle Jungs sind gleich.“
Francesca sagte: „Kennst du dieses Sprichwort: Jungs sind wie Straßenbahnen, es kommen immer wieder neue.“
„Francesca, du hast so recht! Weißt du was - wir brauchen keine Jungs, wir kommen auch ohne die klar."
Die beiden besten Freundinnen waren sehr glücklich. Und das war eine Geschichte über ein Mädchen, das sich in einen Jungen verliebte, der sie nur benutzte …
Yasemin
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