Modul 1 - Leben in Lechhausen
- 1. Schreibaufgabe Modul 1
- 2.1.Zwischenkommentar Modul 1
- 3.2.Zwischenkommentar Modul 1
- 3.3.Zwischenkommentar Modul 1
Willkommen zur Schreibreise entlang der Linie 1!

Was passiert tatsächlich in Lechhausen oder was könnte passieren - das ist unsere erste Etappe: Erzähle eine Geschichte, die du selber erlebt hast, oder erfinde eine Geschichte, die genau so in Lechhausen passieren könnte.
Geh dabei in drei Schritten vor.
1.Schritt
Suche dir einen dieser Straßenbahnwagen aus. Nimm aus der entsprechenden Werbeschrift ein Wort oder mehrere Wörter - das ist die Überschrift für deine Geschichte.



2. Schritt
Mit der Überschrift hast du das Thema deiner Geschichte.
Vielleicht fällt dir dazu spontan eine Geschichte ein, die du selber erlebt hast oder von der du gehört hast - dann schreibe genau diese Geschichte auf. In diesem Fall lies gleich bei Schritt 3 weiter.
Wenn nicht, dann denke dir eine Geschichte aus. Du kannst deine Fantasie frei erfinden lassen! Hier ein paar Beispiele als Anregung:
- Linker Straßenbahnwagen "Für den Bärendurst": Hitzewelle in Augsburg - Sonntagnachmittag - die Eltern eines Schülers/einer Schülerin sind bei Verwandten in München - der Schüler/die Schülerin war tagsüber in Augsburg unterwegs - als er/sie erschöpft zu Hause ankommt, bemerkt er/sie, dass er/sie den Schlüssel vergessen hat. Er/sie hat seit Stunden nichts getrunken und keinen einzigen Cent in der Tasche. Was kann er/sie unternehmen, um ein Getränk zu bekommen? Welche Begegnungen hat er dabei mit Lechhausern? Erzähle mindestens zwei Begegnungen, in denen er/sie abgewiesen wird, bevor am Ende der Bärendurst gestillt ist.
- Straßenbahnwagen in der Mitte "Schwimmbadbau": Ein modernes Schwimmbad soll in Lechhausen gebaut werden - zur Baustelle pilgern viele Lechhauser, darunter auch ein Jugendlicher/eine Jugendliche aus einem anderen Land, der/die gerade erst nach Lechhausen gekommen ist und noch kein Wort Deutsch spricht. Vielleicht lernt er/sie aber gerade am Bauzaun die große Liebe kennen?
- Rechter Straßenbahnwagen "Alles was Sie brauchen": Ein riesiger Supermarkt öffnet in Lechhausen und verspricht jedem Kunden 1000 Euro, der etwas für seinen täglichen Bedarf kaufen will, das nicht im Sortiment des Supermarktes ist. Doch da hat er die Lechhauser unterschätzt ... Innerhalb kurzer Zeit geht der Supermarkt pleite. Denke dir komische bis traurige Szenen aus, wie die Lechhauser zu ihren 1000 Euro kommen.
3. Schritt
Versuche, deine Geschichte spannend zu erzählen. Dazu gehe wie folgt vor:
- Schreibe einen ersten Absatz, in dem du den Ort der Handlung vorstellst. Überlege dir, wer die Hauptfigur deiner Geschichte ist, und lasse sie schon im ersten Absatz auftauchen. Dazu gib an, welches Problem oder welches Anliegen diese Figur hat. So führst du den Leser in die Geschichte ein und machst ihn neugierig darauf, was deine Hauptfigur erleben wird.
- Für den gesamten Text gilt: Versuche, möglichst viele Sinne anzusprechen. Erzähle nicht nur, was zu sehen ist und welche Worte zu hören sind. Verwende auch Geräusche und Gerüche, die an den Orten zu hören und zu riechen sind. Das macht deine Geschichte lebendiger.
Hallo nach einer Woche - 1.Zwischenkommentar Modul 1
Liebe Klasse 7a,
wie ich sehe, habt ihr schon mächtig in die Tasten gehaut!
Für Mittwoch, den 23.März, bekommt ihr diese Aufgaben:
- Schreibt nun bitte euren ersten Text zu Ende.
- Danach lest ihn durch und überlegt: Was ist das Interessanteste an meinem Text?
- Und überlegt auch: Was muss ich nicht unbedingt erzählen? Vielleicht könnte ihr ein paar nicht so wichtige Informationen weglassen oder in manchen Sätzen ein paar Wörter streichen, die ihr nicht braucht.
Versucht also, euren Text spannender zu machen, indem ihr euch auf das Wichtige konzentriert.
Ich freue mich schon auf eure Texte!
Astrid Rösel
Endspurt der ersten Runde - 2.Zwischenkommentar Modul 1
Liebe Klasse 7a,
gern habe ich eure Geschichten gelesen!
Noch hat nicht jeder von euch eine richtige Geschichte fertig bekommen. Aber ihr habt jetzt nochmal die Chance, das zu tun.
Jedem von euch habe ich einen persönlichen Kommentar geschrieben und Tipps gegeben, was ihr noch besser schreiben könnt.
Schaut euch nochmal euren Text genau an!
Bis Freitag habt ihr die Gelegenheit, an eurem Text zu arbeiten. In den Ferien schaue ich mir alle Texte noch einmal an - dann lest ihr wieder von mir.
Nun haut in die Tasten - und viel Spaß dabei!
Astrid Rösel
Ende unserer ersten Schreibreise - 3.Zwischenkommentar Modul 1
Liebe Klasse 7a,
am Ende unserer ersten Schreibreise habe ich alle eure Texte gelesen und ein bisschen "lektoriert" - so nennt man es in einem Verlag, wenn die Texte der Autoren genau angeschaut und noch ein bisschen verbessert werden.
Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Schreiben - und demnächst beginnt unsere zweite Schreibreise :-)
Liebe Grüße,
Astrid Rösel
Das Besondere an diesem Schreibprojekt
- Die Schüler durften an ihrem Lieblingsmedium PC arbeiten.
- Beim Überarbeiten konnten die Möglichkeiten der Textverarbeitung genutzt werden. Die Texte mussten zwar wiederholt gelesen und verbessert, aber nicht immer wieder abgeschrieben werden.
- Der Kontakt zwischen Online Coach und Schüler fand nur im Wiki statt.
- Das Wiki bot die Möglichkeit, auch die Texte der Mitschüler zu lesen und zu kommentieren.
Virtuelle Schule
Der gemeinnützige Verein "Virtuelle Schule e.V." betreibt die Website: virtuelle-schule.de. Hier werden Lernobjekte für Hauptschule, Realschule und Gymnasium angeboten.
Der Bereich "Übergänge gestalten" ist unter der eigenständigen Webadresse http://www.uebergaengegestalten.de erreichbar.
Bei jeder Arbeit im Wiki mussten die SchülerInnen www.uebergaengegestalten.de eingeben und sich dort in einem extra für sie freigeschalteten Wiki einloggen – mit Geheimname und Geheimkennwort.
Dort sah es dann so aus:
Jeder Schüler konnte sich hier selbst seine Seite anlegen und auf die Schreibanregungen
von Astrid Rösel reagieren.
Beispiel für Textkommentierung Modul 1
Die Schüler schrieben ihre Geschichten direkt ins Wiki, auf die Astrid Rösel
mit Kommentaren wie diesem reagierte:
"Da hast du eine interessante Geschichte erzählt!
Was kannst du noch besser machen? Konzentriere dich auf ein Thema, das du erzählst.
Das können zum Beispiel die Menschen sein, denen die Ich-Figur im Laufe der Zeit begegnet
- wie diese Menschen sich unterscheiden und wie verschieden sie auf die Ich-Figur wirken.
Eine ganz andere Geschichte ist die Geschichte der Mutter, wie sie den Onkel kennen lernte
und mit ihm zusammenzog - das würde ich hier herausnehmen. Konzentriere dich auf die Ich-Figur
und das, was sie erlebt!
Wichtig ist auch, dass du Absätze machst. Sonst ist dein Text sehr schwierig zu lesen - versetze
dich mal in die Rolle des Lesers: Möchtest du einen so langen Absatz lesen? Am besten
machst du einen neuen Absatz, wenn die Ich-Figur neue Leute kennen lernt oder wenn sich
die Situation ändert, die du gerade erzählst (wenn sich der Ort ändert oder Zeit vergangen ist).
Nicht verstanden habe ich, ob die Ich-Figur den Kontakt zu den "alten" Freunden oder zu
den neuen im Univiertel abgebrochen hat - erzähle das bitte deutlich.
Astrid Rösel"
Beispiel für gegenseitige Schülerkommentierung Modul 1
In einer zweiten Schreibphase überarbeiteten die Schüler ihre Texte entsprechend der Kommentare
und versuchten sie – auch mithilfe des Rechtschreibkorrekturprogramms – möglichst fehlerfrei fertigzustellen.
Astrid Rösel wiederum las nun alle Texte Korrektur und konfrontierte die Schüler mit den von ihr
überarbeiteten Texten.
Die Schüler selbst hatten nun die Möglichkeit, die fertigen Texte ihrer Mitschüler zu lesen und auch
schriftlich zu kommentieren.
Hier ein Beispiel: